Vom 13.4. - 17.4.2016 haben wir (Burkhard und Dorothea Ebbing) an einer Studienreise unter Leitung von Axel Köpsell nach Stockholm teilgenommen, bei der wir 6 städtisch geprägte unterschiedliche Cohousingprojekte besucht haben und z.T. auch mit Bewohnern sprechen konnten beim gemeinsamen Essen in deren Küche/Essraum. Da es solche Projekte in Schweden schon seit vielen Jahren gibt und diese von vielen stadtnahen Wohnbauunternehmen gefördert werden, könnten wir auf bis zu 30 Jahre Erfahrung zurückgreifen. In den Projekten leben zw. 50 und 200 Personen, meist im Mehrgenerationenmodell.

Allen gemeinsam war, dass das gemeinsame Abendessen (4-5/Woche zw. Montag und Freitag) der zentrale Punkt für das gemeinsame Leben ist und oft als das Herz des Projektes beschrieben wird. Dies ist nicht in allen Projekten in Schweden fester Bestandteil, aber wohl doch bei sehr vielen, da es einen natürlichen Punkt für die Gemeinschaft darstellt.

  1. Mehrgenerationen Modell: Familien bringen Stärke, Leben und Vielfalt in Gemeinschaft, sonst schnell Gefahr der Überalterung.
  2. Think Big: > 50 oder 100 Bewohner bieten mehr Möglichkeiten für alle innerhalb und zwischen den Generationen (Kinder, Teenager, Eltern, Best Ager, Senioren).
  3. Gemeinsam Kochen und Essen als Herz der Gemeinschaft: Ist das auch in einem deutschen Modell realisierbar?
  4. Auswahl der Bewohner leichter im Mietmodell als im Eigentümer Modell, Verkauf zum Bestpreis garantiert meist nicht, dass diejenigen zum Zuge kommen, die das größte Interesse an Gemeinschaft haben.
  5. Gelassenheit: Klare Regeln und Erwartungen kommunizieren, aber keine Erwartungen darüberhinaus haben.
  6. Entlastung für den Alltag: Möglichkeiten bieten das tägliche Leben zu vereinfachen, z.B. durch Kochen, Baby Sitten, effizientes Waschen...
  7. Keine Verpflichtungen zwischen den Generationen oder unter den Bewohnern, die über die vereinbarten Gemeinschaftsarbeiten hinaus gehen. Grundgedanke ist die "gute Nachbarschaft" ohne weitere gegenseitige Verpflichtung.  
  8. Nicht zu viele Regeln und nicht am Worst Case orientieren.

 

Hauptmerkmale

  • Einzug vor 6 Jahren 
  • Konzept 40+, ca. 50% berufstätig, aber jetzt auch einige Familien
  • Ca. 75 Bewohner, ca. 55% Frauen, 35% Männer, 10% Kinder
  • Relativ stadtnahes Haus, hochwertige Ausstattung, mit Garten und Terasse
  • Wurde von Investor gebaut und wird komplett von der stadtnahen Wohnbaugesellschaft an  den Verein für kollektives Wohnen vermietet. 
  • Haus wurde erst in Planungsphase zum Kollektivhaus umgewidmet.
  • 20 1Zimmer, 30, 2 Zi., 11 3 Zi. Wohnungen zw. 35 und 72 qm, Details und Miete vgl. Link unten

Hauptmerkmale

  • Ca. 22 Jahre alt
  • Teil einer Wohnanlage mit 260 Wohnungen, davon in einem Hausteil 21 Wohnungen Teil des Projekts
  • Sehr stadtnahes Haus, hochwertige Ausstattung, gute Wohnlage, kaum Garten, relativ kleiner gemeinsamer Balkon
  • Haus wurde erst kurz vor Bau als Collectivehaus definiert, daher normal große Wohnungen und rel. kleine Gemeinschaftsräume auf dem Platz einer 4 Zimmer Wohnung

Hauptmerkmale

  • Ca. 30 Jahre alt
  • Wohnanlage mit 52 Wohnungen und ca. 80 Erwachsenen plus 50 Kinder, davon 25 <10 J.
  • 2/3/4 Zimmer, max. 130qm
  • Mehrgenerationen mit Familien bis zu 3 Kindern, Alter der Bewohner 0 bis >80 Jahre, ca. 60-70% der Erwachsenen sind Frauen
  • 600qm Gemeinschaftsfläche mit fast allem (s.u.), inkl. Raum zum Malen und Keramiktöpfer Raum 
  • Gemeinschaftsräume mit z.T. sehr hochwertiger Ausstattung, Bsp. professionelle Werkzeuge/Maschinen für Möbelschreinerei
  • 5x/Woche Abendessen an Wochentagen ( Mo. – Fr.), nicht wähend der Schulferien
  • Essen wie andere Projekte: Alle müssen sich am Kochen beteiligen, Teilnahme am Essen ist freiwilig. Dienst 5x 2Std. in 10 Wochen Zeitraum. Kosten 3,50/4,50 € (Mo-Do./Fr.)
  • Es kommen ca. 20 - 50, an Festen bis zu 100 Personen zum Essen, keine Reservierung erforderlich
  • Es werden unteschieldiche Kurste angeboten: Sprachen, Tanz, etc.
  • Haureinigung komplett durch Bewohner, gehört zu verpfichtenden Arbeiten, Putzdiesnt ca. alle 6 Wochen für einen Teilbeireich
  • Vereinsmitgliedschaft mit Verpflichtung zur Gemeinschaftsarbeit ist Teil des Kaufes der Wohnung, Wohnungen werden aber zu Marktpreisen verkauft und sind derzeit günstiger als vergelichbare Wohnungen
  • Es gibt keine Gästewohnung, regeln Bewohner untereinander bei Bedarf

nächste Termine

27 Jun 2019;
19:00 - 21:00
stattVilla Stammtisch
(offen für alle)
11 Jul 2019;
19:00 - 21:00
Mitgliedertreffen
(interner Termin)
25 Jul 2019;
19:00 - 21:00
stattVilla Stammtisch
(offen für alle)
08 Aug 2019;
19:00 - 21:00
Mitgliedertreffen
(interner Termin)
22 Aug 2019;
19:00 - 21:00
stattVilla Stammtisch
(offen für alle)

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